Betonbox

Holger Eichinger, Philipp Schmidt

 

Mit dem Projekt »Boxenbauen« wollten wir einen möglichst unkonventionellen Lautsprecher entwickeln und uns von den Massen an Boxen abzusetzen, die es bereits gibt: Bauart, Form, Material.
Das Ergebnis unserer Studie ist ein Monstrum aus Beton, das eine Vierteltonne wiegt und einen Bass von sich gibt, der einem den Brustkorb vibrieren lässt. Der Lautsprecher sollte laut sein und das Material sollte dem Betrachter bereits im Ruhezustand kommunizieren, dass er das ist. Als Material kamen zunächst mehrere Steinarten in Frage. Letzten Endes kristallisierte sich Beton als Material heraus.
Unser Ziel: Eine neue Form für Lautsprecher und den Beton zu erarbeiten. Weg vom Quader!
Der Lautsprecher soll eine neue Form bekommen. Die meisten Lautsprecher unterscheiden sich nur in Details, die Grundform ist immer ein Quader. Diese tradierte Form aufzubrechen und dennoch Attribute wie Solidität, Kraft, Dauerhaftigkeit, Rohheit, Klarheit und Lautstärke, die sie kommuniziert, aufrecht zu erhalten, aber weg zu gehen, von den allgegenwärtigen vier Ecken, hin zu einer experimentelleren Form, war unser Ansinnen. Außerdem wollten wir uns vom Material der meisten Lautsprecher absetzen, die häufig aus Pressspan gefertigt sind.
Was ist der Sinn des Projektes?
Spaß daran zu haben, etwas Unvernünftiges zu machen. Nachhaltigkeit, Mehrwert, Praktikabilität sind berechtigte Prämissen für ein Produkt. Doch aus diesem Muster auszubrechen, sollte auch möglich sein. Man schaut das Objekt an und weiß auf den ersten Blick nicht recht, was es überhaupt ist. Ein zwei Meter hoher Betonkoloss steht in der Mitte des Raumes. Dann drückt jemand die Playtaste des Abspielgerätes und der Riese erwacht zum Leben. Wenn einem dann Back in Black um die Ohren geweht wird, wird einem klar, dass diese Musik verbreitende Skulptur durchaus seine Daseinsberechtigung hat.

 

With the project „Boxenbauen“ (building boxes/speakers) we wanted to develop a speaker that disregards any conventions and to contrast with the bulk of speakers that exist: design, form, material. The result of our study is a monster of concrete weighing a quarter of a ton and delivering a base that causes the chest to vibrate. The speaker is to be loud – and the material is to communicate this fact to the observer already in quiescent condition. Several types of stone were considered as material but in the end concrete emerged as most suitable.
Our objective: to develop a new form for speakers and for the concrete. Away from cuboids!
The speaker was to get a new figure. Most speakers only differ in details while the basic form is always rectangular. To break away from this traditional shape without losing the attributes it communicates such as solidity, strength, durability, rawness, clarity, and volume; to depart from the ubiquitous four corners through to a more experimental shape was our request. Furthermore, we wanted to contrast with the material of most speakers that are commonly manufactured of particle board.
What is the significance of the project?
…to have fun doing something unreasonable. Sustainability, added value, practicability are justified premises for a product. But to break free from this pattern should be possible, too. You look at the object and at first sight you do not quite know what it is. A two meters tall colossus of concrete is standing in the middle of the room. Then, somebody presses the play bottom of the music player and the giant comes to live. If “black in black” is blown over your ears you realize that this music disseminating sculpture has indeed its right to exist.